Soziale Unruhen im Königreich Dalmatien, Kroatien und Slawonien (16.-18. Jahrhundert)

In allen kroatischen Gebieten verzeichnet man in der Frühen Neuzeit Konflikte zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Ihre Ursachen und ihr Verlauf gestalteten sich regional recht unterschiedlich. In diesem Artikel wird der Fokus auf den unter habsburgischer Herrschaft stehenden...

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Matična publikacija: Die Stimme der ewigen Verlierer? Aufstände, Revolten und Revolutionen in den österreichischen Ländern (ca. 1450-1815)
Wien-München : Böhlau Verlag - Oldenbourg Verlag, 2013
Glavni autor: Štefanec, Nataša (-)
Vrsta građe: Članak
Jezik: ger
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246 3 |i Naslov na engleskom:  |a Social Uprisings in the Kingdoms of Croatia, Dalmatia and Slavonia (16th - 18th c.) 
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520 |a In allen kroatischen Gebieten verzeichnet man in der Frühen Neuzeit Konflikte zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Ihre Ursachen und ihr Verlauf gestalteten sich regional recht unterschiedlich. In diesem Artikel wird der Fokus auf den unter habsburgischer Herrschaft stehenden Teil des Dreieinigen Königreichs gerichtet. Seit der geschilderten Trennung von Zivilkroatien und Militärgrenze lebten auf dem langen Grenzstreifen von der Adria bis zu den Flüssen Drau und Save sowie östlich entlang der Save zwei verschiedene Gesellschaften nebeneinander. Für die Militärgrenze war die „freie“ Bevölkerung charakteristisch. Außerhalb davon herrschte in der Regel Leibeigenschaft („kmetstvo“). Aufgrund der ständigen Lebensgefahr und der wirtschaftlichen Not radikalisierten sich die Verhältnisse durch die Koexistenz dieser Parallelgesellschaften auf kleinem Raum. Folgen davon waren Revolten und ein breites Spektrum gesellschaftlicher Konflikte im kroatischen Raum während der Frühen Neuzeit. In Zivilkroatien spitzte sich die Situation infolge der unterschiedlichen Angelegenheiten auf einzelnen Herrschaften zu. Die Höhe der Feudalleistungen, der Naturalabgaben wie der Frondienste, war für abhängige Bauern oft unerträglich. Im Gebiet der Militärgrenze änderten sich die Lebensumstände für die Bewohner durch den Prozess der Militarisierung und der Territorialisierung kontinuierlich. Die Mehrzahl der männlichen Grenzbevölkerung, die im Kampf gegen die Osmanen auf Beute, Besoldung oder Grundbesitz hoffen durfte, wurde zu militärdienstpflichtigen Grenzsoldaten gemacht. Diese Männer waren zu ständigem Militärdienst verpflichtet, ihre alltäglichen Verpflichtungen, ihre Verhaltensnormen und ihre Militärdienstleistung wurden bis ins kleinste Detail geregelt. Diese Gesellschaft an der Militärgrenze stand bis zum Ende des 18. Jahrhunderts vollkommen im Dienst der habsburgischen Kriegführung – das galt nicht nur für den Konflikt mit den Osmanen, sondern auch für andere europäische Schlachtfelder. Auch wenn es die „klassische“ Leibeigenschaft an der Militärgrenze nicht gab, wurden die Grenzer in einem in Europa einmaligen System umfassend kontrolliert. Der Militärdienst an sich bot kein Konfliktpotential für die Grenzbevölkerung, lediglich Systemveränderungen und/oder die Missbräuche seitens der Militärverwaltung stießen auf Widerstand. Transparente und einheitliche Rechtsprechung, Institutionalisierung und Bürokratisierung von der Mitte des 18. Jahrhunderts führten zu einer wirkungsvollen Kontrolle der Militär- und Zivilverwaltung. Damit wurde die Zahl der gesellschaftlichen Unruhen im kroatischen Raum „von oben“ deutlich reduziert. 
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693 |a Aufstände, Soziale Unruhen, Revolution, Frühe Neuzeit , Habsburgermonarchie  |l hrv  |2 crosbi 
693 |a Uprisings, social revolts, revolution, Early Modern Period, Habsburg Monarchy  |l eng  |2 crosbi 
773 0 |a Die Stimme der ewigen Verlierer? Aufstände, Revolten und Revolutionen in den "österreichischen" Ländern (ca. 1450–1815). Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (18-20.05.2011. ; Beč, Austrija)  |t Die Stimme der ewigen Verlierer? Aufstände, Revolten und Revolutionen in den österreichischen Ländern (ca. 1450-1815)  |d Wien-München : Böhlau Verlag - Oldenbourg Verlag, 2013  |n Rauscher, Peter ; Scheutz, Martin  |z 978-3-486-71962-8  |g str. 177-200 
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